„Brot für die Welt“ wird 60 Jahre alt.

1959 begann die Spendenaktion „Brot für die Welt“, einmalig sollte für die Hungernden der Welt finanzielle Hilfe geleistet werden. Daraus wurden sechs Jahrzehnte, in denen „Brot für die Welt“ die Hilfe zur Selbsthilfe für Arme und Ausgegrenzte weltweit fördert. Damals wurde mit den Milchpulversäckchen aus dem Marshallplan für die Hungernden der Welt gesammelt. Aus Dankbarkeit für die empfangene Hilfe aus dem Ausland in der Nachkriegszeit gaben 
die evangelischen Christen in Deutschland großzügig. Sie hatten auch im beginnenden Wirtschaftswunderland noch nicht vergessen, was Hunger ist. Heute stellt der Klimawandel die Welt vor 
neue Herausforderungen. Der steigende Meeresspiegel, häufigere 
Wirbelstürme und Sturmfluten bedrohen die Menschen in den Küstenregionen der Erde. Sie sorgen dafür, dass etwa in Bangladesch immer mehr Salzwasser in das riesige Flussdelta von Ganges und Brahmaputra ins Landesinnere vordringt. Bangladesch leidet wie kein anderes Land unter dem Klimawandel. Sauberes Trinkwasser ist deshalb in der Region von Shyamnagar zu einem Luxusprodukt geworden, obwohl fast jeder Haushalt im Golf von Bengalen von Wasser umgeben ist. „Brot für die Welt“ unterstützt nun eine Partnerorganisation in Bangladesch, die „Christian Commission 
for Development in Bangladesch“ (CCDB). Diese baut eine Wasseraufbereitungsanlage in Vamia, die Salzwasser in Süßwasser umwandelt. Die begünstigten Dorfbewohner haben ein Komitee gegründet, das sie mit Unterstützung von CCDB um den Unterhalt der Anlage kümmert. Die Einheimischen, die keinen eigenen Regenwassertank haben, können sich hier mit Kanistern eine Wochenration Trinkwasser abholen. 150 Liter Wasser reichen 
dort einer Familie für eine Woche. In Deutschland verbraucht 
eine Person im Schnitt 120 Liter Wasser pro Tag. Das Wasser zur 
Herstellung der Lebensmittel ist dabei noch nicht eingerechnet. 3308 Haushalte in fünf Dörfern in Bangladesch erhalten so Unterstützung bei der Wasserversorgung, bei der Klimaanpassung im landwirtschaftlichen Bereich, sowie bei der Katastrophenvorsorge.

 

Helfen sie mit ihrer Spende, dass Menschen im Süden sich selbst helfen können. Ein Regenwassertank in Bangladesch kostet 70 Euro, die Einrichtung eines Süßwasserteichs 120 Euro und eine Bewässerungsanlage 150 Euro. Sie können Ihre Spende direkt an „Brot 
für die Welt“ überweisen oder die bekannte braune Tüte mit Ihrer Spende im Gottesdienst oder in Ihrem Pfarramt abgeben.